ERSATZTERMIN für Das Ozeanische und seine displacements: 24.04.-26.04.

Ersatztermin: 24.04.-26.04.

Das Ozeanische hat zu verschiedenen Zeiten zu Reflexionen genötigt, die einer Verunsicherung des eigenen Standorts Ausdruck verliehen. Für die gegenwärtige kultur- und medienwissenschaftliche Diskussion des Ozeanischen ist eine schwankende Perspektive charakteristisch, die einerseits an die religiösen Zuschreibungen anknüpft, für die das Ozeanische neben dem Schrecken, den es auslösen kann, „ein Gefühl wie von etwas Unbegrenztem, Schrankenlosen“ ist (Freud). Andererseits führt sie eine Einsicht Gilles Deleuzes und Félix Guattaris weiter, die das Meer, das doch von sich aus ein seiner Territorialisierung widerstehender glatter Raum ist, konfrontiert sehen mit den Anforderungen einer immer strengeren Einkerbung angesichts der Operationen seiner Vermessung, Kartografierung und Totalverdatung. 

Vor dem Hintergrund dieses Panoramas möchte der Workshop gegenwärtige konzeptuelle Ausformungen und unterschiedliche Einsätze des Ozeanischen ausloten, die derzeit die Aufmerksamkeit der medien- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen auf sich ziehen. Dabei gilt es, die Verschiebungen, die das Ozeanische in seinem Kern bedeutet, nicht bloß nachzuvollziehen, sondern in materialnahen Diskussionen die eigene Perspektive den damit verbundenen Irritationen auszusetzen. 
Thematische Schwerpunkte sind dabei 1) Konzeptuelle und metaphorologische Verschiebungen, 2) Der infrastrukturelle Raum und die Grenzen seiner Modellierung, 3) Herrschaft und Diaspora, 4) Der Ozeanische Erscheinungsraum und seine Darstellungspraktiken.

Anmeldungen sind via das-dokumentarische@rub.de möglich.